Tiefe vs. Flache Atmung
Laut Ärzten atmen wir im Durchschnitt etwa 20 Mal pro Minute ein und aus, was bedeutet, dass wir etwa 20 Atemzüge pro Minute haben, wobei jede Ein- und Ausatmung als ein Atemzug zählt. Wenn wir jedoch bewusst atmen, reduzieren wir diese Frequenz oft auf nur 2 bis 5 Atemzüge pro Minute. Dies entspricht einer Reduzierung um etwa 80% im Vergleich zur normalen Atemfrequenz. Diese Unterschiede führen zu unterschiedlichen Atemmustern – flache, gestresste Atmung im Vergleich zu tiefer, entspannter Atmung.
Deswegen erhältst du in dieser Episode wertvolle Tipps zur Reflektion deiner Atmung, Hinweise die auf eine zu flache Atmung deuten und erfährst welche Alltagstricks und Übungen helfen.
Flache versus tiefe Atmung: Eine Selbstreflexion
Um festzustellen, ob man eher flach oder tief atmet, kann man sich zwei einfache Fragen stellen:
- Fühlt man sich häufig gestresst und angespannt, und bemerkt man, dass man flach durch den Mund atmet?
- Hat man eher das Gefühl, den Großteil des Tages ruhig und entspannt zu atmen und diesen Zustand mit nach Hause zu nehmen?
Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss darüber, welches Atemmuster vorherrscht. Da man jedoch nicht den ganzen Tag über nur gestresst oder nur entspannt ist, ist es wichtig, in welchen Momenten man sich wie fühlt und wie man in diesen Momenten atmet.
Die Folgen flacher Atmung
Flache Atmung, die hauptsächlich durch den Mund und den oberen Brustbereich erfolgt, kann zu einer gesteigerten Herzfrequenz führen und den Körper in einen gestressten Zustand versetzen. Dies kann zu Symptomen wie schnellem Puls, Trockenheit im Mund und sogar Hyperventilation führen, was wiederum zu einer Unterbrechung des Gleichgewichts zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid im Körper führt. Eine Hyperventilation kann zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen, was zu Konzentrationsproblemen, Müdigkeit und gesteigertem Stressgefühl führen kann.
Die Vorteile tiefer Atmung
Im Gegensatz dazu hat eine tiefe Atmung, die durch die Nase und den Bauch erfolgt, viele gesundheitliche Vorteile. Durch die Verlagerung des Atemfokus auf den Bauchbereich und die Reduzierung der Atemfrequenz kann der Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden und eine bessere Balance zwischen Sauerstoff und CO2 im Blut erreichen. Dies führt zu einer Senkung der Herzfrequenz, einer verbesserten Durchblutung des Körpers und einem Gefühl der Entspannung und Ruhe.
Praktische Übungen zur Vertiefung der Atmung
Um tiefer zu atmen, kann man sich auf die Nasenatmung konzentrieren und seine Hand auf den Bauch legen, um sicherzustellen, dass sich dieser bei der Ein- und Ausatmung hebt und senkt. Durch regelmäßige Übung kann man lernen, bewusst tief zu atmen und so die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist zu maximieren.